Der „natürliche Feind“ des Satellitendirektempfangs, Part III Übertragungskapazitäten

No Gravatar

Schauen wir uns aber mal an, was für Kapazitäten theoretisch via Satellit zur Verfügung stehen. Ein analoger Transponder/Sender benötigt eine Bandbreite von 30 MHz. Das bedeutet, dass über den gesamten Bereich von 2 GHz 67 Transponder zur Verfügung stehen.
Durch die Unterteilung in vertikale und horizontale Polarisation wird die Bandbreite quasi verdoppelt. Damit stehen theoretisch 135 Transponder zur Verfügung. Da es möglich ist, auf einem analogen Transponder ca. 10 digitale Programme in SD (Standard Definition) Qualität zu übertragen, wären 1.350 digitale Programme möglich. Gehen wir davon aus, dass sich die Anzahl der Programme in HD (High Definition) sukzessive erhöht, sagen wir Blog Artikel weiterlesen »

Der „natürliche Feind“ des Satellitendirektempfangs, Part II – Qualität

No Gravatar

Kommen wir zum Thema Qualität. Hier wird von den KNB gerne behauptet, dass der Kabelempfang wetterunabhängig ist. Diese Behauptung ist schlicht und ergreifend falsch.

Heutzutage holen alle KNB ihr Signal von Satelliten. Wenn also Wetterbedingungen vorherrschen, die eine Übertragung von Mikrowellen erschweren, wird sich das hier ebenso auswirken. Sicher haben diese Kopfstationen größere Reserven durch größere Spiegel, Spiegelheizungen gegen Eis und Schnee und auch qualitativ extrem hochwertige Empfangselektronik. Das Ganze nützt aber gar nichts, wenn im Empfangsgebiet z.B. schwere Gewitter herrschen. Dann geht eben nichts mehr. Bei einer korrekt dimensionierten und eingestellten privaten Satanlage, Blog Artikel weiterlesen »

Der „natürliche Feind“ des Satellitendirektempfangs, Part I – Kosten

No Gravatar

Die Zeiten ändern sich, die Probleme bleiben dieselben. Wen ich mit dem „natürlichen Feind“ meine? Natürlich das Kabel. Das war im Jahr 1992 so und ist es heute immer noch. Ich möchte das Thema nicht zu sehr ausweiten, aber hier mal meine persönliche Meinung zu den Vor- und Nachteilen beider Empfangsarten darstellen.

Fangen wir mit den Kosten an. Dabei unterteilen wir das in analog und digital. Analog wird zwar via Satellit nur noch Blog Artikel weiterlesen »

Der Schritt in die Selbstständigkeit – Eröffnung meines Satshops

No Gravatar

Satshop mit Kundin

Wie im ersten Blog beschrieben, wurde es jetzt echt spannend. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des privaten Fernsehens und der Fernseh- und Empfangstechnik schrien geradezu danach, etwas in dieser Richtung zu unternehmen. Also eröffnete ich im November 1991 mein eigenes Geschäft.

Ich hatte schon einige Monate quasi als „Außenstelle“ für den befreundeten Händler fungiert. Er annoncierte immer in unserer Lokalzeitung und gab meine Adresse mit an. Die Erlöse gingen, abzüglich einer kleinen Provision, natürlich an ihn. Gott sei Dank war es aber so, dass ich hier in unserer Kleinstadt mittlerweile mehr verkaufte, als er in seinem Dorf. So kam eigentlich von ihm der Vorschlag, mich auf eigene Füße Blog Artikel weiterlesen »

Wie alles anfing – Antennenanlagen und Satempfang

No Gravatar

Zu Zeiten der Wende, also um 1990 herum, arbeitete ich in der TV/HiFi-Abteilung unseres hiesigen Warenhauses im Osten unserer damals noch geteilten Republik. Ich hatte seit Beginn der 80-er Jahre bereits terrestrische Antennenanlagen gebaut und fühlte mich also dazu berufen, auch das Thema Satempfang aufzugreifen.

Soweit die Theorie. Im Mai 1990 erhielten wir dann die erste Ware unseres damaligen Partners Karstadt. Nach Sichtung der ca. 50! Paletten Ware, fiel mir doch nicht tatsächlich eine komplette Einteilnehmer-Satanlage von Nokia in die Hände. Trotz der teilweise 20-Stunden Arbeitstage und durchgearbeiteten Wochenenden, war die Neugierde groß und ich versammelte kurz darauf an einem Sonntagnachmittag meine Mitarbeiter/Innen bei mir zu Hause und wir wollten gemeinsam die Anlage aufbauen und erste Erfahrungen sammeln.

Das Ganze gestaltete sich zu einem echten Drama. Der Receiver hatte keinerlei Vorprogrammierung, V/H wurde über einen magnetischen Polarizer gesteuert (wobei keiner wusste, was das eigentlich für ein Teil ist und was es bewirkt) und uns war auch nicht so richtig klar, welchen Satelliten wie anpeilen sollten. Die Wahl fiel dann auf Astra 1 A auf 19,2° Ost, was damals noch ein bisschen exotisch war, denn schließlich waren eher Kopernikus und TV Sat angesagt. Um die Geschichte abzukürzen – wir probierten den ganzen Nachmittag rum und gaben dann ergebnislos auf. Was auch kein Wunder war. Wir hatten weder ein Pegelmessgerät, noch einen Kompass. Ahnungslosigkeit war auch bei den Themen Azimuth (Horizontalwinkel) und Elevation (Höhenwinkel) angesagt. (Wenigstens hatten wir noch einen schönen Grillabend ;-) .) Damit wurde das Thema zu den Akten gelegt und in den Wirren der Währungsunion und Wiedervereinigung, fehlte einfach die Zeit, sich intensiver damit zu befassen.

Den nächsten (und entscheidenden) Berührungspunkt gab es im Herbst 1990, als die öffentlich/rechtlichen Programme die Übertragung der Formel 1 Rennen einstellten. Als Fan seit Beginn der 70-er war ich so komplett vom Renngeschehen abgeschnitten. Die einzige Möglichkeit hieß Satempfang, da man mit dem Kabel bei uns noch nicht soweit war. Also bereitete ich mich dieses Mal besser vor und erwarb bei einem kleinen Händler Blog Artikel weiterlesen »